Beäugt und beobachtet von einer Runde, die ausnahmslos aus biertrinkenden Experten mit sauberen Fingern bestand, haben wir heute den Motor zerlegt.
Vergaserspinne und die darunter liegende Platte (die den Ă–lhaushalt von der AuĂźenwelt abschirmt) waren schnell und wie ĂĽblich mit handelsĂĽblichem Spezialwerkzeug demontiert. Auch Anbauteile wie Wasserpumpe und ZĂĽndverteiler waren schnell ab.
Zu diesem Zeitpunkt begannen schon die Ratschläge der Umstehenden, besser Ersatz zu beschaffen, wĂĽrde aber nichts kosten. Und so ging es auch weiter. Neu machen – kost’ nix. Ausnahmslos jedes Teil, dass wir demontierten wurde mit diesem Urteil bedacht. Tatsächlich scheinen die Ersatzteile im Vergleich zu ihrem jeweiligen europäischen Pendant recht gĂĽnstig zu erwerben zu sein. Trotzdem summiert es sich in unserem Fall, da die Liste der zu ersetzenden High-Performance-Teile doch recht lang geworden ist (von auĂźen nach innnen):
Alle Kopfschrauben, Kopfdichtungen sowieso (die hätten auch nur noch wenige Betriebsstunden ĂĽberlebt), die Köpfe sollten ĂĽberholt werden, der Einbau von Ventilsitzringen scheinen unausweichlich, Ventile dann wahrscheinlich auch neu – kost’ ja nix. Selbstverständlich alle Stößelstangen und alle Hydrostößel, nicht zu vergessen die eingelaufene Nockenwelle, welche dann fĂĽr so gut wie nix durch eine schärfere ersetzt wĂĽrde . Dann ohne Zweifel sämtliche Pleuel-Lagerschalen, von denen eine tatsächlich starke VerschleiĂźerscheinungen aufwies, was ja im Betrieb auch dem ungeschulten Ohr nicht entgangen war. Zylinder honen versteht sich von selbst und neue Kolbenringe, klar. Fast umsonst. Die Lager der Kurbelwelle sind auch verschlissen und haben letztere schon in Mitleidenschaft gezogen – also auch neu. Die kostet ĂĽbrigens was, lautete das einstimmige Expertenurteil.
Ach ja – woher die Plastikteile stammen, die sich vor dem Ă–lansaugfilter zusammengerottet haben, blieb bis zum Schluss ein Rätsel.























